08.05.2012

lauwarmer kaffee

...oder ein schleppender start in den tag.




richtig fies wird es, wenn der gesamte emmi vorrat im kühlschrank stand, dieser aber von irgendeinem kollegen am vortag nicht richtig geschlossen wurde... ahhhhrgggggg!

ein  l  a  n  g  e  r  tag wartet auf mich.

und heute kann ich anatole france's worte ein klein wenig nachvollziehen:

"die arbeit ist etwas unnatürliches. die faulheit allein ist göttlich."

herzlich re

07.05.2012

menschlich...

... war heute mein chef.
... ist es, sich zu irren.

darum mach' ich heute ein eingeständnis und gebe zu, dass anscheinend selbst mein chef dazulernen kann und heute wirklich richtig unterstützend war. nein, das macht all' das schlechte und böse nicht weg, das in den letzten monaten zu erdulden war - aber es ist wenigstens ein anfang. ein guter anfang.

zurück in der gegenwart...

... oder der graue alltag hat mich wieder...

nach einem wirklich tollen wochenende - man möge ausblenden: freitag hatte ich ursprünglich vor, meinen verrückten kerl in eine unbekannte stadt zu entführen. dafür musste ein flugzeug bestiegen werden, was grundsätzlich nur dann möglich ist, wenn man (oder in diesem falle frau) gültige ausweispapiere mit sich führt. am flughafen dann die ernüchternde wahrheit - portemonnaie weg, geld weg, plastik weg, ausweis weg - alles weg - mit ausnahme der tickets.
auch das grundsätzlich kein problem, wenn re ein wenig mehr zeit eingeplant hätte - hat sie aber nicht. nach 60' telefongesprächen, hin und her stressen am flughafen, rumstudieren, nervenflattern und den special-forces-gleichen einsatz einer wundervollen mutter (die in meine wohnung eindrang, meinen anderen ausweis organisierte und zu mir eilte): entwarnung. zu erwähnen bleibt aber auch, dass bis zu meinem gestrigen rückflug wirklich kein mensch diesen ausweis sehen wollte - n i e m a n d.
beim kartensperren das zweite wunder: alles wurde gefunden, bei meinem geldinstitut von den findern gemeldet und wartete gestern unbeschadet darauf, von mir abgeholt zu werden. sprachlosigkeit. und freude. und dankbarkeit.

nun mach' ich mich auf in den kampf; da warten zwei wirklich aggressionspotenzielle elterngespräche auf mich, zig prüfungen, die am besten gestern hätten korrigiert werden sollen, ein schulzimmer, das in den ferien geputzt wurde und drum vermutlich einem kleineren kriegsschauplatz gleicht und mein wirklich nach wie vor unbrauchbarer chef auf mich... wirklich, ich f r e u e mich...!

und zum abschluss worte von gilbert keith chesterton:

"das wunderbarste an den wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen."

herzlich re

04.05.2012

freitagsfüller n°11

den füller hab ich wie immer von hier:

1. Eigentlich ist das leben schön.
2.  "was mach' ich wohl in sechs monaten?" - das beschäftigt mich oft in Gedanken.
3.  Kürzlich sah ich unerwartet menschen an fremden orten.
4. im moment ist "footprints in the sand" mein Lieblingssong.
5.  Ob oben oder unten spielt mir manchmal eine rolle.
6. pläne schmieden klappt in letzter Zeit immer besser.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine planlose destination, morgen habe ich in einer fremden destination nichts geplant und Sonntag möchte ich mit meinem verrückten kerl heil nach hause kommen!
und heute worte von friedrich dürrenmatt:
"je planmässiger die menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der zufall treffen."
herzlich re

02.05.2012

die geister die ich rief...

wieso beschäftigen uns eigentlich von zeit zu zeit dinge, die längst vergangen sind? und dies dann auch noch einfach so, aus dem nichts...

tangieren sie unser selbstwertgefühl und lassen uns drum an uns zweifeln? zerstören sie unser bild, dass das jetzt einmalig ist, da vielleicht doch nur ein fehler in der matrix, ein belangloses, austauschbares déja-vu? rütteln sie am vertrauen in uns selbst? am bauchgefühl?

ich hab' leider keine antwort, aber die fragen nerven... das tun sie wirklich...!

doch wie robert redford mal sagte:

"an der vergangenheit festzuhalten ist gefährlich. man muss einfach weitermachen."

in diesem sinne kuschel ich jetzt mit lady r, richte den blick nach vorne und lass' meinen geist (und die geister die ich rief) urlaub machen.

herzlich re

48 - oder eine halbe ewigkeit

gestern war ich an einer geburtstagssause, die locker als hochzeit eines ministerpräsidenten hätte durchgehen können. am tisch war ich umzingelt von einem 84-jährigen, einem 73-jährigen, einer 60-jährigen und einem 65-jährigen.
diese erfahrung war einerseits ziemlich anstrengend, musste ich doch manchen satz mind. drei mal brüllend und überbetont wiederholen, fragen teils mehrere male beantworten und stets lächelnd dasitzen. andererseits habe ich wunderbare geschichten gehört, wahre geschichten, solche, die das leben schreibt. ich finde es wundervoll, wenn ein witwer noch jahre später auf diese besondere art und weise von seiner verstorbenen frau spricht; mit glänzenden augen, einem hauch wehmut in der stimme, verkündend, dass er die allerbeste frau auf erden geheiratet hätte. ich finde es wahnsinn, wenn ich höre, dass zwei menschen 48 jahre verheiratet waren, zwar mit höhen und tiefen - zitat: die gäbe es ja schliesslich immer - aber doch, ja, glücklich.... a c h t u n d v i e r z i g  j a h r e ... so lange weil' ich nicht mal auf erden...

und dennoch, eine schöne vorstellung - ja, das finde ich wirklich...

drum heute worte von albert camus:

"einen menschen lieben, heisst einwilligen, mit ihm alt zu werden."

herzlich re

01.05.2012

impressionen n°6

ich würde sagen, feste soll man feiern wie sie fallen...